Mafia

Mafia


Mafia liegt 160 km südlich von Sansibar. Es ist die kleinste und südlichste der Hauptinseln Tansanias. Gegenüber von Mafia, ca. 20 km zum Festland hin, erstreckt sich das Mündungsgebiet des Rufiji Rivers. Auf die Insel Mafia kann man von Dar es Salaam aus in einer halben Stunde hinfliegen. 1994 wurde dort der erste Mafia Island Marine Park angelegt. Es gibt eine ganze Reihe von Attraktionen auf der Insel, z.B. historische Ruinen, Tiefseefischen, Schnorcheln und Tauchen. Die Bevölkerung von Mafia besteht hauptsächlich aus Fischern. Weitere Erwerbsmöglichkeiten sind die Kokosnuss-und und Cashewnuss-Verarbeitung. Die Plantagen sind Überbleibsel aus der Oman-Herrschaft, allerdings ist der schlechte Boden auf Mafia nicht unbedingt für die Landwirtschaft geeignet, weshalb die Insel äußert dünn besiedelt ist. Das Grundnahrungsmittel ist Cassava (Maniok), der im 16. Jahrhundert von den Portugiesen aus Brasilien importiert wurde, vor allem um die Sklaven zu ernähren. 


Das Meer rund um Mafia umfasst eine große Anzahl von tropisch marinen Habitaten, vor allem Korallenriffe, Seegraswiesen  und trockenfallende Wattflächen. Die Ostseite der Insel ist durch ein 33 km langes Außenriff von den Kräften des Indischen Ozeans geschützt. Die westliche Seite wird maßgeblich vom nahen Festland beeinflusst und ist somit noch besser geschützt als die Ostseite. Dort gibt es auch die schönsten Strände. Sowohl für unerfahrene als auch für fortgeschrittene Taucher und Schnorchler bietet der Mafia Island Marine Park eine eindrucksvolle Unterwasserwelt. Die Sichtweite beträgt zwischen 20 bis 25m von Oktober bis Februar und sinkt auf 5 bis 10m zwischen Juni und September. Feuerkorallen, Geweihkorallen und Blattkorallen bieten eine Zufluchtsstätte für eine Vielzahl bunter Rifffische,  angefangen beim Kaiserfisch über Schmetterlingsfische, Engelsfischen und Lippfischne.  Auch Papageienfische, Regenbogenfische und Rochen können sie entdecken. Weiter draußen sind Thunfische, Cobias, Königsmakrelen, Seeschildkröten, aber auch ein paar gefährlichere Fische beheimatet. Über 2000 Fischarten aus 150 Familien existieren im westlichen Bereich des Indischen Ozeans und jedes Jahr werden noch weitere Arten bestimmt. Ob Sie tauchen oder schnorcheln, das Verhalten der Rifffische, ihre Farben, ihre Beziehungen zueinander und zu anderen Meeresorganismen sind eine endlose Quelle der Faszination.


Die Bewohner von Mafia nennen sich Mafianer und nicht Mafiosos. Die Population umfasst ca. 45.000 Insulaner, wobei die Mehrzahl von ihnen Muslime sind. Die Insel selbst ist 48 km lang und 17 km breit. Tourismus ist auf Mafia noch kaum entwickelt, aber immerhin gibt es schon 4 größere Beach Resorts. Die Temperatur fällt kaum unter 23°C und steigt nur in ganz seltenen Fällen über 33°C. Dank der Einrichtung des Marine Parks wurden einige umweltzerstörende Aktivitäten drastisch unterbunden. So wurden vorher tonnenweise Korallensteine zum Bau von Häusern abgebaut und auch Mangrovenholz geschlagen, um Boote zu bauen und zum verfeuern für die Kochstelle.

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